Wir publizieren regelmäßig und unkompliziert Interviews mit Ihnen zu verschieden Business-Themen und Anlässen auf ManagerPresse. Gleichzeitig sehen unsere Leser und wir gespannt Ihren Empfehlungen zu Locations, Events, Produkten und Messen entgegen. Wir stellen diese dann übersichtlich zusammen. Allerdings machen erst zahlreiche Einträge dies möglich. Wir sehen daher Ihrer regen Teilnahme entgegen und freuen uns auf Ihre Interviewbestätigung/ Interviewanfrage.


PSA Peugeot Citroen Alexander Kaiser
Foto: PSA Peugeot Citroen

Alexander Kaiser

Leiter Nutzfahrzeuge und Sonderlösungen der PSA Peugeot Citroen
21.01.2014

Guten Tag, stellen Sie sich bitte kurz vor.

Mein Name ist Alexander Kaiser. Seit November 2013 bin ich Leiter des Geschäftsbereichs Nutzfahrzeuge & Sonderlösungen beim französischen Automobilkonzern PSA Peugeot Citroen in Deutschland. Zuvor hatte ich leitende Vertriebsfunktionen bei Spezialisten für Einrichtungslösungen inne, unter anderem als Director Business Development bei der Dr. Fischer Group, als Brand Director bei Sortimo und Vertriebsleiter/Prokurist bei Modul-System. Schon während meines Betriebswirtschaftsstudiums habe ich mich frühzeitig auf die Automobilbranche konzentriert.

Wer oder was hat Sie am meisten geprägt?

Die Lehr- und Führungskräfte, die ich auf den Stationen meines Studiums und meiner bisherigen Karriere als vorbildlich erlebt habe - und die Werte, die in meiner Familie gelebt werden.

Was treibt Sie an?

Der Spaß an meiner Tätigkeit und der Erfolg, für den ich zusammen mit meinem Team jeden Tag arbeite.

Was macht Sie glücklich?

Privates Glück, insbesondere eine harmonische Beziehung, Gesundheit und beruflicher Erfolg.

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Was ist Ihnen wichtig? Was lässt Sie nachts nicht schlafen?

Meine Familie und meine Freunde sind mir sehr wichtig. Nicht schlafen läßt mich mein Kater, wenn er mittags zu viel geschlafen hat.

Warum sind Sie eine Führungskraft?

Es hat sich ergeben und ich habe die Herausforderung angenommen. Bis heute bin ich mit dieser Aufgabe sehr glücklich.

Wie haben Sie Mitarbeiterführung gelernt?

Ganz klassisch im Studium, später in Workshops/Seminaren und - am Wichtigsten - im beruflichen Alltag.

Wie viele Mitarbeiter führen Sie derzeit?

3 Personen.

Macht es einen Unterschied viele oder wenige Mitarbeiter zu führen?

Aus meiner Sicht nicht, da man in jedem Fall vieles richtig, aber auch falsch machen kann. Ich habe Erfahrungen sowohl mit großen als auch mit kleinen Teams gemacht und finde beide Konstellationen interessant. Je kleiner das Team ist, desto überzeugender sollte die Führungskraft sein, da sonst der prozentuale Anteil jedes nicht motivierten Mitarbeiters deutlich steigt. In einem großen Team ist es oft notwendig, eine weitere Führungsebene zu integrieren. Dann ist eine direkte Kommunikation zu den Mitarbeitern nicht einfach und die Herausforderung besteht darin, die Motivationsfähigkeit der eigenen Führungskräfte zu fördern.

Was braucht es, um die Person zu sein, der andere freiwillig und begeistert folgen?

Zunächst braucht es VERTRAUEN, VERTRAUEN, VERTRAUEN! Dafür ist es extrem wichtig, sich mit dem "Menschen" hinter dem Mitarbeiter zu beschäftigen. Man sollte als Führungskraft wissen, was seine Mitarbeiter antreibt, was sie glücklich macht und natürlich, welche Fähigkeiten sie haben. Darüber hinaus ist es wichtig, nachhaltig zu agieren und seine eigenen Vorgaben vorzuleben. Weiter geht es darum, komplexe Unternehmensziele auf Abteilungs- und dann auf Mitarbeiterziele herunterzudeklinieren. Bei diesem Prozess sollte der Mitarbeiter aktiv einbezogen werden, damit es auch SEINE Ziele sind!
Wenn die Führungskraft es dann noch schafft, die Mitarbeiter passend zu ihren Fähigkeiten (und ihrer individuellen Motivation) einzusetzen, ist ein wichtiger Schritt gemacht. Dabei löst der kooperative Führungsstil, der die Motivation des Mitarbeiters fördert, den klassisch autoritären Führungsstil mehr und mehr ab.

Vertrauen hat einen hohen Stellenwert in der Mitarbeiterführung. Wie zeigen Sie Ihren Mitarbeitern, dass sie Ihnen vertrauen können?

Das zeige ich durch offene, ehrliche Kommunikation und dadurch, dass ich Kritik nicht vor der Gruppe, sondern im 4-Augen-Gespräch übe. Nachhaltiges Agieren und das Vorleben der eigenen Vorgaben sind ebenfalls wichtig – dazu gehört zum Beispiel auch, vertrauliche Informationen vertraulich zu behandeln.

Wie fördern Sie Ihre Mitarbeiter? Wie wichtig ist Weiterbildung?

Sehr wichtig, daher erwarte ich auch von meinen Mitarbeitern, dass Sie die zahlreichen PSA Weiterbildungsmöglichkeiten zum Ausbau Ihrer Stärken aktiv nutzen und diese Themen bei mir ansprechen.

Wie wichtig ist es als Führungskraft eine eigene Vision zu entwickeln? Wie bringen Sie die Mitarbeiter dazu, Ihnen oder der Vision des Unternehmens zu folgen?

Diese Herausforderung ist aus meiner Sicht extrem wichtig, da ausgehend von der Vision die Mission und darauf basierend die Strategie entsteht. Erst dann können die entsprechenden Ziele abgeleitet werden. Auch hier gilt es, den Mitarbeiter in den Prozess zu integrieren, damit es SEINE Vision, Mission, Strategie und SEINE strategischen Ziele werden.

Haben Sie ein Beispiel wo Sie es als Führungskraft mal so richtig vermasselt haben? Wie sind Sie damit umgegangen?

Ich habe bis dato Gott sei Dank noch keine größeren "Flurschäden" innerhalb meiner beruflichen Karriere hinterlassen. Grundsätzlich bin ich jemand, der sich Problemen stellt, offen damit umgeht und nach Lösungen sucht.

Was geben Sie zukünftigen Führungskräften mit auf den Weg?

Ich rate jeder werdenden Führungskraft, sich die Stärken der bisherigen Vorgesetzten genau anzuschauen und zu prüfen, ob man diese selbst für sich nutzen bzw. davon lernen kann. Allerdings sollte man sich selbst dabei immer treu und authentisch bleiben. Das ist noch wichtiger als Perfektion.

Ihr Zitat zum Thema "Leadership":

"Ich kenne keinen sicheren Weg zum Erfolg, aber einen sicheren zum Misserfolg: es allen Recht machen zu wollen!" (Platon)





Alexander Kaiser

Interview: Kurz gefasst
21.01.2014

Kaffee oder Tee?

Kaffee.

Mac oder Windows?

Mac.

Business oder casual?

Casual.

Stadt oder Land?

Land.

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Brot oder Müsli?

Brot.

Sekt oder Selters?

Beides zum richtigen Zeitpunkt.

Wald oder Fitnessstudio?

Wald.

Sand oder Schnee?

Sand.

Auto oder Bahn?

Auto selbstvertändlich.

Hund oder Katze?

Kater & Katze.

Sushi oder Pasta?

Beides.

Uni oder gemustert?

Uni.

Golf oder Fußball?

Motorsport.

Aktien oder Gold?

Weder noch.

Oper oder Kino?

Beides.


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