Wir publizieren regelmäßig und unkompliziert Interviews mit Ihnen zu verschieden Business-Themen und Anlässen auf ManagerPresse. Gleichzeitig sehen unsere Leser und wir gespannt Ihren Empfehlungen zu Locations, Events, Produkten und Messen entgegen. Wir stellen diese dann übersichtlich zusammen. Allerdings machen erst zahlreiche Einträge dies möglich. Wir sehen daher Ihrer regen Teilnahme entgegen und freuen uns auf Ihre Interviewbestätigung/ Interviewanfrage.


Prodware Deutschland AG Jürgen Baier
Foto: Prodware

Jürgen Baier

Director Sales and Marketing der Prodware Deutschland AG
19.12.2013

Guten Tag, stellen Sie sich bitte kurz vor.

Mein Name ist Jürgen Baier und seit Dezember 2013 verantworte ich die Position Director Sales und Marketing. Als Senior Consultant in CRM und Qualitätsmanagement-Projekten tätig, lag der Fokus meiner Tätigkeit mehr Effizienz, Performance und Qualität in Customer Service Organisationen zu bringen. Seit 1978 bin ich in verschiedenen Positionen bei ERP-/CRM-Herstellern wie Sage, Navison und Microsoft tätig gewesen.

Wer oder was hat Sie am meisten geprägt?

Ein Informatik-Dozent in der Hochschule, bei dem ich später 13 Jahre arbeitete und mit der Mannschaft das Unternehmen zum Marktführer mittelständischer Software entwickelt habe.

Was treibt Sie an?

Die Innovation in der IT-Branche und die täglichen Herausforderungen in den Organisationen unserer Kunden und Interessenten. Es gibt unheimlich viele Erleichterungen, Verbesserungen und Optimierung in Management der Unternehmensabläufe und damit Entscheider davon zu überzeugen sich diesen zu widmen.
• Themen und Produkte von denen ich überzeugt bin.
• Die Freude an der Arbeit.
• Erfolg durch Teamwork.

Was macht Sie glücklich?

• Motivierte und zufriedene Mitarbeiter.
• Mitarbeiter mit Tatendrang und Begeisterung ⇒ man kann gemeinsam etwas bewegen.

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Was ist Ihnen wichtig? Was lässt Sie nachts nicht schlafen?

• Knifflige und herausfordernde Aufgaben für die es Lösungen zu finden gilt.
• Beispiel: Mithilfe eines Big Data Projektes den Kunden im Online wie Offline Vertrieb auf seine Interessen hin Cross-/ und Upsellprodukte anbieten zu können.

Warum sind Sie eine Führungskraft?

• Es macht mir Freude, meine Erfahrung und Wissen weiterzugeben und mit meinem Team Erfolgstories zu schreiben.

Wie haben Sie Mitarbeiterführung gelernt?

• Managementtrainings und den regelmäßigen Austausch mit anderen Führungskräften.
• Vorleben und Unterstützung des Informatik-Dozenten.

Wie viele Mitarbeiter führen Sie derzeit?

15 Directs.

Macht es einen Unterschied viele oder wenige Mitarbeiter zu führen?

• Relevant ist nicht unbedingt die Führungsspanne (Anzahl der MA), die eine Führungsaufgabe anspruchsvoll oder weniger anspruchsvoll werden lässt.
• Die Aufgabe, Qualifikation und Erfahrung sowie die Unternehmensstrukturen spielen dabei eine wesentliche Rolle.
• Ab einer gewissen Anzahl bedarf es einer zusätzlichen Führungsebene, um das Thema Mitarbeiterführung verantwortungsvoll umsetzen zu können und gleichzeitig „nah am Markt“ bleiben zu können.
• Weniger Mitarbeiter bedeuten eine höhere Intensität in deren Führung.
• Bei mehr Mitarbeitern bedarf es einer entsprechenden Struktur, um nah am Markt zu bleiben.
• Sollte diese Struktur nicht vorhanden sein, wird die Führungsintensität des Vorgesetzten entsprechend gemindert.

Was braucht es, um die Person zu sein, der andere freiwillig und begeistert folgen?

• Kurz gesagt: Verlässlichkeit, Überzeugungsfähigkeit und die Identifikation mit gemeinsamen Zielen.
• Transparenz und regelmäßige Kommunikation
• Verständnis für Anliegen der Mitarbeiter.
• Streben nach gesetzten Zielen ⇒ Schaffung von Begeisterung und Motivation bei Mitarbeitern für diese Ziele.
• Den Mitarbeitern ausreichend Freiräume und Gestaltungsspielraum geben im Sinne Mitbestimmung.
• Entdecken der Mitarbeiterstärken und deren entsprechend den Mitarbeitern Herausforderungen setzen.

Vertrauen hat einen hohen Stellenwert in der Mitarbeiterführung. Wie zeigen Sie Ihren Mitarbeitern, dass sie Ihnen vertrauen können?

• Leitsatz: Freiheit durch Verantwortung
⇒ Mitarbeiter, die eigenverantwortlich und verlässlich arbeiten, genießen großes Vertrauen durch die Führungskraft und somit mehr Freiräume als andere.
⇒ Absprachen einzuhalten und immer ein offenes Ohr für die Belange der Mitarbeiter zu haben, sprich Verlässlichkeit, ist auch hier wieder ein wichtiger Aspekt, um sich als Führungskraft das Vertrauen der Mitarbeiter zu erarbeiten.

Ein Mitarbeiter kommt zu Ihnen und beschwert sich über seinen ergonomisch unbequemen Stuhl. Sie haben aber erst vor ein paar Monaten alle Stühle austauschen lassen. Was machen Sie?

• In solchen Situationen habe ich sehr gute Erfahrung mit unserem Service vom betrieblichen Gesundheitsmanagement gemacht. Eine Betriebsärztin kommt vorbei und schaut sich vor Ort den Arbeitsplatz des MAs an und bespricht persönlich die gesundheitliche Situation des MAs. Anschließend spricht die Ärztin eine Empfehlung gegenüber dem Unternehmen aus. Sollte eine medizinische Indikation vorliegen, die eine individuelle Arbeitsplatzausstattung verlangt, habe ich dadurch bisher immer eine vernünftige Lösung für beide Seiten finden können.
• Gemeinsam mit dem Mitarbeiter feststellen, ob eine körperliche Behinderung der Grund für die Beschwerde sein kann.
• Da die weiteren Teammitglieder mit den neuen Stühlen sehr zufrieden sind, schlage ich dem Mitarbeiter ein Stehpult vor. Dies bewahrt ihn in Zukunft vor weiterem Rückenleiden.

Wie fördern Sie Ihre Mitarbeiter? Wie wichtig ist Weiterbildung?

• Weiterbildung ist wichtiges Schlüsselelement in der Mitarbeiterführung und – entwicklung.
• Fordernde Aufgaben, die Schaffung eines Spielraumes, um auch mal andere Wege zu gehen und ein kontinuierlicher Dialog mit den Mitarbeitern fördern die fachliche Weiterbildung.
• Als Ergänzung dazu ist eine persönliche Weiterentwicklung des Mitarbeiters ausschlaggebend. Hier kann ebenso ein regelmäßiger Dialog unterstützen, um die Stärken und Entwicklungspotenziale des Mitarbeiters zu identifizieren.
• Um an diesen dann gemeinsam zu arbeiten, gilt es für eine Führungskraft, offen für die Ideen des Mitarbeiters zu sein, ihm regelmäßig konstruktiv Feedback zu geben und Toleranz bei möglichen Fehlern zu zeigen. Ziel ist, den Mitarbeiter in seiner fachlichen und persönlichen Entwicklung kontinuierlich zu unterstützen.

Wie wichtig ist es als Führungskraft eine eigene Vision zu entwickeln? Wie bringen Sie die Mitarbeiter dazu, Ihnen oder der Vision des Unternehmens zu folgen?

• Eine Vision ist sehr relevant, aber unabdingbar sind dabei die Ableitung von Zielen entsprechend der Vision und die Entwicklung einer Strategie, um die gesetzten Ziele bestmöglich zu erreichen.
• Den Mitarbeitern müssen dann sowohl die Vision, aber besonders auch die Ziele sowie die entwickelte Strategie verständnisvoll vermittelt werden, um sich mit ihnen identifizieren zu können. Eine Vision kann nicht gelebt werden, wenn die Mitarbeiter diese nicht verstehen und leben und somit in ihrem Arbeitsalltag an ihr vorbei arbeiten.
• Auch die Vorbildfunktion als Führungskraft spielt bei der Motivation von Mitarbeitern und bei der Verwirklichung der Unternehmensziele eine besondere Rolle.

Haben Sie ein Beispiel wo Sie es als Führungskraft mal so richtig vermasselt haben? Wie sind Sie damit umgegangen?

• Sicherlich merkt man recht schnell, wenn man als Führungskraft nicht das optimale Managementverhalten umsetzen konnte. In einer offenen und vertrauensvollen Führungskultur sollte möglich sein, sich das einzugestehen und schnell gegensteuern zu können.
• Wichtig ist in solchen Situation, offen mit dem Mitarbeiter zu sprechen und dabei gemeinsam Entscheidungen und Lösungen zu entwickeln, mit denen sowohl Führungskraft als auch Mitarbeiter leben können. Manchmal kann es auch notwendig sein, die bereits getroffene Entscheidung einer Führungskraft zu revidieren.

Was geben Sie zukünftigen Führungskräften mit auf den Weg?

• Selbstreflektion und Klarheit darüber erlangen, aus welchen Motiven ich gerne Mitarbeiterverantwortung übernehmen möchte.
• Jemand der sich für den Schritt Richtung Führungskarriere entscheidet, sollte ehrlich zu sich selbst sein und bewusst hinterfragen, ob er/sie die notwendigen Kompetenzen dazu mitbringt.
• Menschen zu führen und langfristig zu motivieren ist eine anspruchsvolle und verantwortungsvolle Aufgabe. Dieser Schritt sollte gut überlegt sein und ggfls. kann es zudem hilfreich sein, eine zweite Meinung zur Entscheidungsfindung einzuholen.

Ihr Zitat zum Thema "Leadership":

Es gibt keine schlechten Mannschaften, es gibt nur schlechte Offiziere.





Jürgen Baier

Interview: Kurz gefasst
19.12.2013

Kaffee oder Tee?

Kaffee

Mac oder Windows?

Windows

Business oder casual?

Casual

Stadt oder Land?

Land

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Brot oder Müsli?

Brot

Sekt oder Selters?

Selters

Wald oder Fitnessstudio?

Wald

Sand oder Schnee?

Sand

Auto oder Bahn?

Auto

Hund oder Katze?

Hund

Sushi oder Pasta?

Sushi

Uni oder gemustert?

Uni

Golf oder Fußball?

Fußball

Aktien oder Gold?

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Oper oder Kino?

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